Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zum staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger und zur staatlich anerkannten Heilerziehungspflegerin ist in zwei Ausbildungsangeboten möglich:

  1. In Vollzeit über 3 Jahre
  2. Berufsbegleitend in Teilzeit über 4 Jahre

Ausbildungsinhalte HEP1.  Vollzeit über 3 Jahre

Der Unterricht findet in der Woche von Früh bis Nachmittag statt. Dabei werden pro Woche 36 Stunden absolviert.

Hinzu kommen die Stunden für Praktika im Umfang von insgesamt 1.560 Stunden, die sich auf mehrere Praktika im Verlauf des Schuljahres verteilen.

Die Ausbildung wird im sogenannten Lernfeldkonzept organisiert und orientiert sich am sächsischen Lehrplan für die Ausbildung der Heilerziehungspflege.

Beispiele für Lernfelder:

Lernfeld 3 – Menschen mit Behinderung individuell pflegen und begleiten
Lernfeld 4 – Die Lebenswelt mit Menschen mit Behinderung strukturieren und gestalten

Hinzu kommen Inhalte aus dem sogenannten berufsübergreifenden Bereich wie Deutsch, Sozialpolitik und Englisch.

2. Berufsbegleitend in Teilzeit über 4 Jahre

Die Inhalte beim berufsbegleitenden Bereich decken sich mit den Inhalten aus der Vollzeit. Die Lernfelder finden auch hier Anwendung, werden jedoch anders organisiert und angeordnet um den geänderten Lernbedingungen der Teilzeit-Klassen entgegen zu kommen.

Die Praktika werden in den Einrichtungen des jeweiligen Arbeitgebers durchgeführt. So entfällt für die Teilzeitklassen der organisatorische Aufwand einen Praktikumsplatz zu finden. Zumeist werden die Praktika dabei in die normalen Dienstpläne mit eingearbeitet, was eine besondere Praxisnähe bietet.

Der Unterricht findet hier nicht am Vormittag, sondern an zwei Tagen pro Woche von Nachmittag bis in die frühen Abendstunden statt. An manchen Schulen sind dies Freitag und Samstag, während andere Schulen Montag und Dienstag anbieten.

Wenngleich das Pensum in der Teilzeit sehr hoch ist, bietet es doch die Möglichkeit neben der Ausbildung ein festes Einkommen zu erwirtschaften. Das bietet sich vor allem für Personen an, die umschulen wollen oder sich in ihrem bisherigen sozialen Beruf weiterqualifizieren wollen oder müssen. Oftmals ist eine solche Weiterqualifikation mit einem höheren Gehalt und besseren Arbeitsbedingungen verbunden.

 

Im Sinne der Lesbarkeit wird nur die männliche Form verwendet.